Manitoba & Saskatchewan

Die Mitte Kanadas mit den nie enden wollenden Strassen. Will man von der Ostküste an die Westküste führt der Weg früher oder später durch die Provinzen Manitoba und Saskatchewan. Auf dem Trans Kanada ca. 2000 km durch das weite Nichts. Doch das „Nichts“ hat atemberaubende Bilder zu bieten. Hügellandschaft mit viel Wald, Flüsse und Seen. Je weiter man in die Mitte fährt desto flacher wird das Gelände, die Wälder weichen den bis zum Horizont ragenden quietsch gelben Rapsfeldern und die Flüsse werden zu kleinen Rinnsalen.
1. Juli 2017 Kanada wird 150 Jahre und das wird hier natürlich richtig gefeiert. Schon bei unserer Ankunft vor einem Monat hingen überall Plakate und in den Geschäften könnte man alles im Kanada Style kaufen. Und mit alles ist auch alles gemeint. Teller, Becher, Trinkflaschen, Fußbälle, Decken, Fahnen, Hüte, Socken… alles eben. Auf den Pickups wehen 4 Quadratmeter Fahnen und jeder Balkon und jede Eingangstüre ist geschmückt. Als es dann endlich soweit war, ließen sich die Kanadier nicht lumpen. In Winnipeg ging die Post ab. Festival mit Live-Bänds, unglaublich viele Stände mit Essen, Feuerwerk und jede Menge rot weißes „Spielzeug für Groß und Klein. Pins, Klebetattoos, Fahnen, Leuchtstäbe…

 

Nach den vielen Kilometern Fahrt liessen wir uns zu einer Dünnenwanderung hinreisen. Mehr zufällig als geplant fuhren wir an den Provincel Park heran. Wer jetzt aber an verwehte Sanddünnen denkt liegt hier komplett daneben. Auf den Dünnen hat sich die Prärie breit gemacht und hunderte von Wildblumen geben den Dünnen ihr farbenfrohen Tupfer. Der Wanderweg führt durch hügelige Landschaft und man hat das Gefühl, das Zeit hier keine Rolle spielt. Die Grässer streifen an den Beinen entlang und bei jedem Schritt merkt man den Sandboden. Ein Paradies vern von jeder Hektik, Zeit zum abschalten… ja die Ernüchterung kam schnell als wir die vielen Zecken an unseren Schuhen und Beinen entdeckten. Rote Zecken die gut einen halben Zentimeter gross sind. Glück im Unglück, uns hat keine gebissen.

Vor Calgary endlose Weiten und Prärie, es wird schon fast eintönig, doch ohne Vorwarnung öffnet sich die Prärie zu einem Canyon und man steht im „Bad Lands“. Spektakuläre Steinformationen aus verschiedensten Erdschichten runden das Bild des Canyon ab. Hier in den Badlands finden die Forscher immer wieder Überreste der Dinosaurier. „Der Planet brennt“, wenn nicht hier, wo sollte es man sonst sagen? Es ist unheimlich heiss und zwischen den Steinformationen gibt es keinen Schatten der Abkühlung verspricht. Hier wird der Eismann zum Lebensretter.


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