Washington, Idaho, Montana and Wyoming

Welcome to the great America, aber die Mangos bleiben in Kanada. Nach den obligatorischen Fragen nach Waffen kommen wir Problemlos über die amerikanische Grenze. Nur unsere heiß begehrten Mangos dürfen nicht mit uns reisen, was uns etwas komisch erscheint, weil diese eigentlich aus Mexiko stammen.

Unser Weg führt uns durch Washington und Idaho durch die Prärie und das Cowboyland. Mit allem Drum und Dran, so wie man sich es immer vorstellt. Trockene Steppen, schiefe Zäune, Kühe und Pferde und ja tatsächlich richtige Cowboy mit Hut und Stiefel. Richtung Montana fahren wir in höhere Gebiete und über einen Pass. Anfangs noch Regen wird dieser schnell zu einem Schneesturm. Ok mit Schnee, also so viel Schnee hätten wir auf unserer Reise nicht gerechnet. Da es schon dunkel geworden ist, beschließen wir unser Nachtlager aufzuschlagen und morgen weiter zu fahren, in der Hoffnung das Wetter bessert sich. Der Plan war gut, die Ausführung ist eine andere Sache. Am nächsten Morgen waren wir nämlich erst mal eingeschneit.

Yellowstone war der erste Nationalpark weltweit. Sein Name kommt nicht von ungefähr, die Berge und Schluchten sind von dem Schwefel gelb gefärbt. Den Schwefel kann man nicht nur sehen, sondern auch riechen und so ist es anfangs recht gewöhnungsbedürftig was die Luft angeht. Schon am Eingang sehen wir Herden von Hirschen und Pronghorn. Wir bestaunen die kleinen Terrassen und Pools die das Gestein geformt haben. Überall sprudelt und dampft es. In der Abenddämmerung legen wir uns auf die Lauer und halten nach den berühmten Wolfsrudeln und Grizzlybären Ausschau. Die Enttäuschung ist groß, denn außer Herden von störrische Bisons bekommen wir nichts zu sehen. Gleich am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang gehen wir deshalb erneut los und haben tatsächlich Glück. Ein Elchbulle nimmt sein morgendliches Bad am Ufer eines Sees, die Wölfe schleichen um die Dickhornschafe und die Bisons grasen in der aufgehenden Sonne. Nachdem wir vormittags schnell mal einen 3100 Meter Gipfel erklommen haben, lassen wir es am Nachmittag eher ruhiger angehen und schauen uns die Canyons und Wasserfälle des Parks an. Am nächsten Morgen ist sie dann da, die Schneekatastrophe. Wir können es kaum glauben, die gesamte Landschaft um uns herum ist mit einer dicken Schneedecke bedeckt und es schneit noch weiter. Wir kriechen über die schneeweißen Straßen und sind heil froh, über unser Allrad und die groben Stollenreifen. Andere mit ihren schicken Flitzern und die Reisebusse haben ihre Probleme und so kommen wir an einem Unfall nach dem anderen vorbei. Im Park herrscht Ausnahmezustand, der Schnee hat alle überrascht. Nur die Bisons die bleiben wie gewohnt gechillt und lassen sich von dem Schnee nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Eingeschneit zotteln sie von einem zum anderen Grashalm. Auch wir wollen unsere Tour durchziehen und fahren von Highlight zu Highlight in der Hoffnung dies für uns alleine zu haben. Doch die Chinesenbusse sind ebenso hartnäckig wie wir und so müssen wir die Quellen, Gasiere und warmen Seen teilen. Die Entscheidung ist schwer, entweder in den warmen Wasserdampf zu stehen und dafür die nach faulen Eier stinkende Luft zu atmen oder alles mit einem gewissen Abstand betrachten und zu frieren dafür aber kühlen, klaren Luft atmen. Der Schneesturm nimmt leider auch am Nachmittag nicht ab. Wir flüchten in die Wärme und trinken einen heißen Kaffee, bevor wir uns auf die Tribüne des berühmten Old Faithful Gasier stellen und gebannt auf den Ausbruch warten. Wie bereits vermutet ist der Pass zu unserem nächsten Ziel, wegen den Schneemassen, gesperrt und so müssen wir einen kleinen Umweg machen. Dieser führt uns raus aus dem Gebirge durch die Steppe und die unendlichen Getreidefelder, die sich bis zum Horizont erstrecken. Hier ist die Erntesaison im vollen Gange und überall kann man die Armadas der Mähdrescher bestaunen. Im Grand Tenton Nationalpark angekommen, machen wir uns auf eine Abendwanderung um den Jenny Lake auf. Als auch hier am nächsten Morgen der Schneesturm einsetzt und unsere Wanderpläne aufs Neue durchkreuzt, haben wir die Nase gestrichen voll und flüchten 500 Kilometer in den Süden nach Salt Lake City.

 


4 Gedanken zu “Washington, Idaho, Montana and Wyoming

  1. Hallo ihr beiden👫
    Das mit dem Schnee war sicher nicht so angenehm.
    Aber auf den Fotos macht er sich echt gut.👌
    Ich wünsch euch weiterhin eine schöne Reise und freue mich schon jetzt auf den nächsten blog.
    Liebe Grüße Liz😘

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s