Belize

Better you belize it baby!

Als wir ziemlich früh morgens Mexiko verlassen und nach Belize einreisen ist das karibische Flair von jetzt auf gleich zu spüren. Es ist wie eine unsichtbare Barriere von den grimmigen mexikanischen Beamten zu naja den total gechillten, take it easy, relax Beamten auf belizianischer Seite. Der größte Unterschied ist die Sprache. Es ist einfach wunderbar angenehm, wieder jedes Wort zu verstehen. Die Grenzbeamten sind total freundlich und erklären alles ganz genau. Sie sind aber auch karibisch und nicht die schnellsten, so dauert unser Papierkram etwas länger. Von den Vibes beeinflusst schlagen wir unser Nachtlager in der nächsten Stadt am Meer auf und gehen einkaufen und essen. Die Menschen kommen uns singend und tanzend entgegen und sind total happy, weil erste Advent ist und die Weihnachtsshow beginnt. Im kompletten Park sind riesige Figuren aufgestellt, die nachts selbstverständlich leuchten. Merry Christmas bei 30 Grad, ja da kommt Stimmung auf.

Wir machen uns auf einen frühen Start am Morgen gefasst, bis wir während der Fahrt merken, dass wir nach knapp einer Stunde schon an unserem Tagesziel Crooked Tree ankommen. Belize ist klein, ziemlich klein, um genauer zu sagen, es ist halb so groß wie die Schweiz. In Crooked Tree fahren wir über überschwemmte Straßen und unser Campingplatz, der eigentlich direkt am Ufer sein sollte, befindet sich nun im Wasser. Macht nichts es gibt schließlich auch noch andere Schlafplätze. Als wir uns dann mit einem Einheimischen unterhalten, bestätigt er uns das Hochwasser das kaum zu übersehen ist. Wir wollten eine Bootsfahrt durch die Mangroven machen, dass rät er uns ab. Möglich wäre die Bootstour schon, nur sehen werden wir nichts. Etwas enttäuscht werfen wir unseren kompletten Plan für Belize über den Haufen und fahren noch an diesem Mittag ganz nach unten in das Urlaubs Paradise Placencia. Wir durchqueren fast das ganze Land innerhalb von 4 Stunden. Kann man sich das vorstellen? 😀 Was macht man in Placencia? Essen und faul am Strand liegen und genau das machen David und ich dann auch. Uns wird allerdings bereits nach einem Tag unter den Palmen langweilig und wir entschließen uns in den Dschungel zu fahren. Dies war ein richtig guter Einfall. Der Dschungel ist ein Nationalpark und wird von seinen Wärtern regelrecht vergöttert. Uns werden alle Tiere und Pflanzen genaustens erklärt. Die Wanderung durch den Dschungel ist der Hammer. Oben auf dem Berg ist ein natürlicher Pool mit frischen, klaren Wasser das perfekt zur Abkühlung dient. „Füdli blutt“ gehen wir schwimmen. Abends liegen wir in einer Hängematte. Im Rücken die Geräusche des Dschungels und vor uns in der schwarzen Nacht tausende von Glühwürmchen.

In Belize City suchen wir für unser Auto ein schönes Hotel. Es geht für David und mich nämlich zur Erholung, ein paar Tage auf die Insel Caye Caulker. Wir brauchen dringend Urlaub vom Urlaub. Uns scheint eine Insel perfekt dafür. Schwups sitzen wir in einer Fähre auf die Trauminsel. Wenn die Leute auf dem Festland schon karibisch relaxt sind, dann sind die Leute hier auf der Insel der Inbegriff von Slow-Motion. Kaum jemand ohne Rastas, alles ist bunt, alles ist langsam, alles kann auch morgen oder übermorgen sein… How cares, chill dein Leben und genieß es. Der offizielle Slogan der Insel ist „Go slow“ Alles klar, wir schlürfen dann mal eine Kokosnuss im Schatten am Strand und schauen den Leuten beim Nichts tun zu. Das absolute Inselhighlight ist der Schnorchelausflug. Morgens sitzen wir auf dem kleinen Boot in Richtung des nahen gelegenen wunderschönen Riffs. Mir war von Anfang an bewusst, dass wir mit Haien schwimmen werden. Als der Kapitän dann aber ruft, wir sollen uns schleunigst anziehen und ins Wasser springen, weil die Haie da sind, wird mir erst mal anders. In meinem Kopf rattert es… normalerweise, wenn jemand Haie im Wasser sieht muss jeder aus dem Wasser schnellst möglich raus und jetzt sollen wir in die tummelnden Haie springen? Sie sind doch grösser als gedacht und ich überlege mir zwei Mal über Bord zu gehen. Schließlich schicke ich David vor, als er nicht angegriffen wird traue auch ich mich rein. Das Gefühl ist unglaublich! Die Haie gleiten durchs Wasser und knapp unter oder neben dir vorbei. Zurück auf dem Boot geht es zum nächsten Spott. Hier sehen wir Rochen und Schildkröten und das Riff, dass sich schier unendlich weit zu erstrecken scheint. Kleine und große, bunte und glitzernde Fische und sogar zwei Moränen lassen sich blicken. Auf dem Weg zurück zur Insel begegnen wir tatsächlich noch einem Manatee (Seekuh). Es ähnelt einer Kartoffel die einfach nur im Wasser liegt und ab und an zum Luft holen an die Oberfläche schwimmt, um kurz darauf wieder auf dem Meeresgrund zu liegen und nichts zu machen. Ja wie soll es auch anders sein, es ist eben auch ein karibisches Wesen… Taste Belize und das schmeckt eindeutig nach gegrilltem Hummer mit Knoblauch. Auf der Insel das Hauptnahrungsmittel und so unglaublich lecker. Leider ist unser Inseltrip nach drei Tagen schon wieder vorüber und wir fahren zurück nach Belize City zu unserem Bus.

Der belizianische Zoo liegt ziemlich in der Mitte von Belize und ist eher eine Auffangstation für Tiere die verletzt sind und nicht mehr alleine überleben können oder für die sogenannten Problem-Tiere. Meist sind es Jaguare die zu nah an Menschen oder Nutztiere herangekommen sind. Entweder das Tier wird erschossen oder in den Zoo gebracht. Meine absoluten Favoriten sind die Tapire, die gerne auch mal ein paar Küsse verteilen. David hingegen ist von den Jaguaren nicht mehr weg zu bekommen.

Nach zwei Wochen heißt es für uns Byebye Belize und Hola Guatemala.


2 Gedanken zu “Belize

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s